Anstieg der Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache in Linz dramatisch

Knapp 4.000 Schüler können mangels Sprache dem Regelunterricht nicht folgen

Der Anteil von Schülern ohne deutsche Muttersprache ist in Linz seit dem Schuljahr 2009/10 dramatisch gestiegen, wie aktuelle Zahlen der OÖ-Bildungsdirektion zeigen. Heuer sind es bereits 7.588 Schüler in Allgemeinbildenden Pflichtschulen (APS),  die nicht Deutsch als Muttersprache haben, was einem Anteil von mehr als 61 Prozent entspricht. Vor neun Jahren waren es noch knapp 48 Prozent. Das sind die aktuellen Zahlen zu den Schülern nichtdeutscher Muttersprache in den Linzer APS vom Schuljahr 2018/19.

Insgesamt gibt es im heurigen Schuljahr 12.366 Schüler in den Linzer APS. Davon haben 7.588 keine deutsche Muttersprache. 3.900 können dem Regelunterricht nicht ausreichend folgen und werden entweder als außerordentlich geführt oder mit einer zusätzlichen Sprachförderung unterrichtet. Vor neun Jahren waren es noch 2.478 Schüler.

Vor allem in den Volksschulen zeigt sich diese dramatische Entwicklung. Hier sind in Linz knapp 58 Prozent der Volksschüler nichtdeutscher Muttersprache. Davon kann fast die Hälfte dem Regelunterricht nicht folgen und bedürfen einer zusätzlichen Sprachförderung. Das stellt unser Bildungssystem vor eine enorme Aufgabe!

Diese Zahlen darf man nicht einfach schönreden, sondern es sind entsprechende Maßnahmen zu setzen. In erster Linie ist die Sprache der Schlüssel zum Erfolg. Gerade deshalb ist eine gemeinsame Sprache in den Pausen unumgänglich. Daher fordere ich abschließend, dass die Schulsprache Deutsch gesetzlich verankert werden muss.