Attraktive Radwege sorgen für höheren Radfahreranteil

Neben dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs als wichtige strategische Alternative zum motorisierten Individualverkehr in Linz widmet die Stadt auch den Radfahrern viel mehr Aufmerksamkeit als in den vergangenen Jahren.

Dies geschieht durch infrastrukturelle Maßnahmen ebenso wie durch bewusstseinsbildenden Aktionen. Das Fahrrad ist im innerstädtischen Bereich eine gesunde und schnelle Alternative zum Auto. Daher ist eine Erhöhung des Radverkehrsanteils in Linz von hoher Priorität.

Infrastruktur und Bewusstseinsbildung notwendig

Bei der Erhöhung des Radverkehrsanteils sind zwei Aspekte zu berücksichtigen. Einerseits muss eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein und andererseits muss dem Bürger die Notwendigkeit zur Verhaltensänderung mittels bewusstseinsbildenden Maßnahmen verdeutlicht werden.

Fast die Hälfte der gemeldeten Radlücken bereits geschlossen

Das Linzer Radwegenetz kann durchaus mit anderen Städten mithalten. Es gibt aber natürlich auch hier noch zahlreiche Lücken, die geschlossen werden müssen. Als Infrastrukturreferent und Vizebürgermeister arbeite ich daher eng mit der oberösterreichischen Radlobby zusammen, die als Experten die Probleme der Radfahrer natürlich am besten kennen. Ich freue mich, dass wir bisher bereits ca. die Hälfte (von insgesamt 81) der uns gemeldeten Radlücken geschlossen haben. Acht weitere sollen zeitnah folgen.  Dazu zählt z. B. auch das Provisorium in der Waldeggstraße. Bei neunzehn Lücken sollen weitere Alternativen gesucht werden. Fünfzehn Lücken bleiben aber leider weiterhin offen.

Laufende Prüfungen

Wenn manche Lücken nicht zeitnah zu schließen sind, hat das oft technische Ursachen, wie etwa fehlender Platz oder ungünstige Eigentumsverhältnisse. Auch in diesen Fällen geben wir aber nicht einfach auf, sondern prüfen regelmäßig, ob sich an der Situation etwas geändert hat und ob diese Lücke nicht doch geschlossen werden kann!

Baldige Besserung auf der Nibelungenbrücke

Die bekanntesten Lücken im Radwegenetz sind seit vielen Jahrzehnten die Anschlussbereiche der Nibelungenbrücke. Mit der Fertigstellung der Westringbrücke soll aber auch dieses Problem gelöst – oder zumindest gelindert – werden. Im Budget 2020 sind bereits die Planungskosten (auch für die Anschlussbereiche) angemeldet.“