Dachbegrünung als Mittel gegen städtische Hitze-Inseln in Linz

Begrünungsmaßnahmen im Bauland sollen verbindlich werden

Maßnahmen wie beispielsweise Dachbegrünungen, Begrünung der Fassaden und Baumpflanzungen sind die wirksamsten und vernünftigsten Mittel gegen städtische Hitze-Inseln! In Bebauungsplänen können wir diese Maßnahmen nachschärfen und verbindlich einfordern.

Durch diese intensiven Begrünungsmaßnahmen wirken wir nicht nur Hitze-Inseln entgegen, sondern wir schaffen auch Wohlfühlzonen und reinigen gleichzeitig auch die Luft damit!

Dächer und Tiefgaragen

Meiner Ansicht nach sollte es deshalb in Linz keine Flachdächer über 100 m² geben, deren Vegetationsschicht unter 15 cm Mindeststärke aufweist. Aber nicht nur bei der Dachbegrünung soll es zu Nachschärfungen kommen. Bei Tiefgaragen soll zukünftig die Vegetationsschicht eine Mindeststärke von 50 cm aufweisen. Stützmauern sind flächendeckend dauerhaft zu begrünen.

Mehr Bäume

Auf Bauplätzen sind Bäume, die im ausgewachsenen Zustand eine Krone von mindestens 8 Meter aufweisen, zu pflanzen. Für den ruhenden Verkehr gilt zukünftig, dass nach jedem fünften Kfz-Abstellplatz ebenfalls Bäume mit einer Mindestgröße von 8 Meter gepflanzt werden müssen. Zudem muss den Bäumen genügend Grünraum geboten werden.

Gleiche Regeln für alle

Diese Maßnahmen sollen über alle ca. 1.000 Linzer Bebauungspläne mittels Ediktalverfahren durchgesetzt werden, damit für alle die gleichen Regeln gelten und zeitnah in Rechtswirksamkeit erwachsen. Würden wir diese Maßnahmen nur bei neuen oder bei zu überarbeitenden Bebauungspläne einarbeiten, würde es Jahrzehnte dauern, bis diese Maßnahmen flächendeckend verbindlich werden würden. Das Ediktalverfahren, das Änderungen über sämtliche Bebauungspläne erlaubt, bietet sich dafür an!

Erster Schritt bereits gesetzt

Die Einleitung des Verfahrens habe ich bereits in Auftrag gegeben. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die konkreten Maßnahmen dem Ausschuss und Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt werden.