Dachbegrünung als Mittel gegen städtische Hitze-Inseln in Linz

Dachbegrünung als Mittel gegen städtische Hitze-Inseln

Die letzten heißen Tage lösten naturgemäß Diskussionen rund um das Thema Urbanität und Hitze-Insel aus. Statt Klimanotstände oder andere populistische Panikmache sollte sich alle Parteien selbst die Frage stellen, was können wir gegen den sogenannten Hitzeinseleffekt in der Stadt tun?

Wir Freiheitlichen sind davon überzeugt, dass die beste Stadtklimaanlage mehr Grün ist. Deshalb haben wir bereits eine Baumoffensive für das gesamte Stadtgebiet angekündigt!

Dachbegrünung statt Schotter auf Flachdächern

Der Linzer Grünflächenplan und das Grünlandkonzept (ÖEK) behandeln bereits wesentliche Strategien gegen den „Urban Heat Islands Effekt“. Manche Maßnahmen sind aber noch zu wenig verbindlich in Bebauungsplänen verankert und genau dort will ich als zuständiger Referent nun nachschärfen. Es gibt bei den meisten Bebauungsplänen zwar die Vorgabe, Dachbegrünungen als Ersatzmaßnahme vorzunehmen. Dies soll sich aber in Zukunft so ändern, dass zumindest eine extensive Dachbegrünung bei Flachdächern in jedem Fall verpflichtend ist!

Fast preisgleich

Eine extensive Dachbegrünung ist nicht wesentlich teurer als ein Flachdach mit Kiesschicht. Nach wenigen Jahren tritt sogar ein Spareffekt ein. Räume unter einem Flachdach sind ungefähr drei bis vier Grad kühler als unter einer Steinschicht. Außerdem hält die Dachfolie wesentlich länger, weil sie nicht der UV-Strahlung ausgesetzt ist. Es spielt auch keine Rolle, wenn diese Flächen an heißen Tagen austrocknen. Auch Photovoltaik und Dachbegrünung funktionieren gemeinsam. Die Kühlwirkung ist trotzdem besser als bei einem anderen Dach.

Zusätzliche Abkühlung durch Verdunstungseffekt

Denkt man sich noch ein Bewässerungssystem dazu, ist sogar durch den Verdunstungseffekt eine zusätzliche Abkühlung erreichbar: Verbindliche Dachbegrünungen könnten – sofern rechtlich möglich – mittels Ediktalverfahren für alle bestehenden Bebauungspläne nachgerüstet werden!“