SPÖ für Einführung einer C02-Steuer.

Das sollte die SPÖ wissen, eine CO2-Steuer würde vor allem sozial schwache Arbeiter enteignen!

Bild Julia Herr (SPÖ): SPÖ Presse und Kommunikation [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

In Linz pendeln täglich über 110.000 Menschen zu ihrem Arbeitsplatz. Der Großteil mit dem eigenen Auto. Dass diese Situation speziell für Linz nicht befriedigend ist, liegt auf der Hand.

Besonders in den Morgen und Abendstunden spürt das jeder Verkehrsteilnehmer. Der Zeitverlust von der Arbeit nach Hause ist zwar geringer als in Wien, Graz, Salzburg oder Innsbruck, trotzdem gibt es aber auch in Linz noch Luft nach oben. In der Vergangenheit wurde im öffentlichen Verkehr im Großraum Linz einfach zu wenig getan! Daher sind nun viele Menschen auf das Auto angewiesen, um zu ihrer Arbeit zu gelangen!

Versäumnis der SPÖ

Die Einführung einer CO2-Steuer, wie es die SPÖ aktuell fordert, würde vor allem sozial schwache Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen. Viele könnten sich das Arbeiten in Linz gar nicht mehr leisten. Das würde den Wirtschaftsstandort Linz ernsthaft gefährden. Die Roten waren Jahrzehnte für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs auf unterschiedlichsten Ebenen zuständig. Die eignen Versäumnisse nun mit einer CO2-Steuer „bereinigen“ zu wollen, grenzt an einer Verhöhnung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!

SPÖ nimmt Probleme der Bürger nicht mehr wahr

Natürlich gibt es auch unter Einpendler einen Teil, der mit dem Auto aus Bequemlichkeit in die Arbeit fährt. Viele, vor allem jene, die abseits einer guten ÖV-Anbindung wohnen oder arbeiten, haben zurzeit aber keine ernsthafte Alternative zum Auto. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Land und Stadt gemeinsam die Versäumnisse der Vergangenheit aufräumen und den öffentlichen Verkehr – speziell im Großraum Linz – ausbauen. Natürlich sind dafür auch die benötigten finanziellen Mittel aufzustellen. Eine C02-Steuer, die sozial Schwache trifft, ist aber ganz sicher der falsche Weg. Für mich zeigt dieses Ansinnen sehr deutlich, dass die SPÖ die Probleme ihrer ehemaligen Kernwählerschaft nicht mehr wahrnimmt, weil sie sich schon zu weit von dieser entfernt hat.