Drei Schritte zum grünen und autofreien Hauptplatz

Die Metamorphose von einer Hitzeinsel zum grünen Freizeitraum in drei Schritten
In der verkehrsarmen Zeit mit Corona sollten wir das vermeintliche Wagnis riskieren

Schritt 1 – Fußgängerzone Rathausgasse
Wenn wir den Hauptplatz autofrei und grüner haben wollen, können wir diese Metamorphose in drei Schritten von einer Hitzeinsel zu einem grünen und autofreien Freizeitraum vollziehen. Bereits vor Ferienbeginn wird der erste Schritt umgesetzt, in dem ich die Rathausgasse zur Fußgängerzone erkläre. Damit ist sichergestellt, dass der Durchzugsverkehr in dieser engen Gasse, die eigentlich viel mehr Potential hätte, unterbunden wird.

Schritt 2 – Klosterstraße, probieren geht über studieren
Auch den zweiten Schritt können wir noch diesen Sommer in Angriff nehmen. Das würde die Klosterstraße betreffen, die ebenfalls für den Durchzugsverkehr zu sperren wäre. Es ist klar, dass wir natürlich die Verkehrssituation nach der Sperre genau beobachten müssen. Niemandem wäre geholfen, wenn wir zwar einen autofreien Hauptplatz hätten, aber der Verkehr rundherum zum Erliegen kommt. Ich bin aber sehr optimistisch, dass es funktionieren kann, denn in der COVID-19-Krise wird auch über die Sommerferien der Verkehr geringer sein als sonst. Eine aufwendige Verkehrssimulation, die auch nur auf Annahmen passiert, ist nicht notwendig. Auch danach gäbe es eine Testphase. Sollten wir feststellen, dass es nicht funktioniert und der Verkehrsfluss darunter erheblich leidet, können wir diese Maßnahme rasch zurücknehmen.

Schritt 3 – Begrünungsmaßnahmen
Im dritten Schritt wären die lang ersehnten Begrünungsmaßnahmen, die den Hauptplatz attraktiver erscheinen lassen sollen, umzusetzen. Dafür liegt bereits eine Potentialanalyse vor, die ich durch die Stadtplanung erstellen habe lassen. Diese soll für eine Detailplanung als Grundlage dienen. Am Hauptplatz gibt es ein paar Einschränkungen, die zu berücksichtigen sind. Es ist nämlich nicht überall möglich, Bäume zu pflanzen. Im östlichen Teil ragt die Tiefgarage in den Hauptplatz und im westlichen Teil befindet sich eine Bunkeranlage darunter. Natürlich sollen auch nach der Umgestaltung Großveranstaltungen weiterhin möglich sein.