Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) stand bei der Finanzierung der Neuen Donaubrücke auf der Bremse.

Heimtückisch: ÖVP torpediert Linzer Brückenbauprojekt

Bild: Josef Pühringer (ÖVP) stand in seiner Amtszeit als oberösterreichischer Landeshauptmann in Sachen Brückenbau auf der Bremse.

Das Wahlkampfgetöse der ÖVP in Bezug auf die Neue Donaubrücke ist unseriös und richtet sich gegen die Interessen der Stadt Linz.

Es ist zwar richtig, dass es im statischen Konzept der Neuen Donaubrücke Probleme gegeben hat. Diese Probleme betrafen allerdings nicht die Tragfähigkeit der Brücke an sich, sondern den Langzeitermüdungsnachweis. Die statischen Kräfte in diesem (Brücken-)Prototypen sind hochkomplex und rechnerisch nicht einfach darstellbar.

Seriöse Vorgangsweise

Die letzten offenen Fragen dazu konnten im Frühjahr 2019 gelöst werden. Ich habe die Öffentlichkeit darüber bereits im März 2019 informiert, dass 500 Tonnen Stahl zusätzlich für das Tragwerk benötigt werden. Die Tiefbauarbeiten waren davon nicht betroffen. Seriöserweise können verbindliche Aussagen zu Verzögerungen und Mehrkosten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden. Weder ist das technisch möglich, noch wäre eine Schätzung (ohne fundierte Grundlagen) aus verhandlungstechnischen Gründen sinnvoll.

Selbstverständlich werden die Mitglieder des Linzer Infrastrukturausschusses und auch die Öffentlichkeit umgehend darüber in Kenntnis gesetzt, wenn alle Informationen vorliegen und von allen Projektpartnern inhaltlich geprüft werden konnten. Alles andere wäre nicht seriös und würde die Position der Stadt Linz bei der Durchsetzung von etwaigen Schadenersatzforderungen sogar schwächen.

ÖVP-Gehässigkeiten schaden Linz

Wenn nunmehr die ÖVP mit Gehässigkeiten und Wahlkampfgetöse versucht, die Situation zu ihrem Vorteil zu nutzen, vertritt sie (wie so oft) nicht die städtischen Interessen. In einem perfiden Doppelspiel kritisiert der selbsternannte ÖVP-Pendlersprecher das Linzer Brückenprojekt medial, während seine Parteifreunde auf Landesebene den Linzer Verkehrsausbau mit späten Finanzierungszusagen sogar behindern.

Verzögerungstaktik von Alt-Landeshauptmann Pühringer

So war auch die Finanzierung der neuen Donaubrücke auf Landesebene seitens der ÖVP von einer Verzögerungstaktik geprägt und Altlandeshauptmann Pühringer erst Ende 2016 dazu bereit, konkret über die Kostenteilung zu verhandeln. Dies, obwohl eine grundsätzliche Zusage bereits schon in der vorigen Legislaturperiode von ihm selbst erfolgt ist. Warum die Linzer ÖVP oder der schwarze Pendlersprecher nicht bereits damals mit einem Aufschrei reagiert haben, kann sich wohl jeder selbst denken.

Dieses Verhalten der ÖVP ist zum Nachteil der Stadt Linz. Das ärgert mich!

Hier eine genauere Erklärung der technischen Problematik.