Im Durchschnitt 700.000 Euro pro Jahr für den Ausbau der Radinfrastruktur

Das „Radbudget“ wird regelmäßig von Kritikern angegriffen. Beklagt wird vor allem, dass angeblich zu wenig Geld aufgewendet werde. Leider konzentrieren sich aber diese Kritiker, obwohl sie es mittlerweile besser wissen müssten, nur auf einen einzigen Budgetbereich. In einer Gesamtbetrachtung schaut das natürlich ganz anders aus.

So werden beispielsweise Maßnahmen, die zur Verbesserung der Radinfrastruktur dienen, nicht nur über das Rad- und Gehwebbudget abgerechnet, sondern auch über andere Budgetpositionen. Bei meiner Antwort auf eine ÖVP-Anfrage zum Theme „Radbudget“ strich ich hervor, dass die Stadt in den letzten Jahren durchschnittlich ca. 700.000 Euro jährlich in den Ausbau der Radinfrastruktur investiert hat!

Geld aus unterschiedlichen Budgetpositionen

Im Zeitraum 2016 bis 2019 wurden über das Rad- und Gehwegbudget ca. 1.048.000 Euro abgerechnet. Für die Verbesserung der Radinfrastruktur werden aber auch über andere Budgetpositionen – weil sie z. B. Teil eines Gesamtprojektes sind – Kosten abgerechnet. So wurden im selben Zeitraum zusätzlich noch einmal ca. 1.747.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur aufgewendet.

Über 2,8 Millionen Euro für Radinfrastruktur

Wir haben somit tatsächlich ca. 2,8 Millionen Euro in die Verbesserung der Radinfrastruktur investiert. Das ist wesentlich mehr als von Kritikern gerne behauptet wird und nicht weit weg von der jährlich geforderten 1 Mio. Euro.

Investitionen tatsächlich noch höher

In dieser Kostenaufstellung sind aber noch nicht alle Investitionen zur Verbesserung der Radinfrastruktur enthalten. Werden die Kosten für die großzügigen Rad- und Gehwege auf der Neuen Donaubrücke Linz und den Bypass-Brücken dazugerechnet, käme die Stadt wohl weit über die geforderte eine Million Euro. Leider wird dies gerne übersehen, aber auch die Radwege auf den Brücken gehören zur Rad- und Gehweginfrastruktur.

Auf die Frage, warum nicht jährlich die gleiche Summe ausgegeben wird, lautet meine Antwort: Eine gleichmäßige Verteilung der Kosten ist oft schwierig, weil sich bei vielen Projekten die Abrechnung in ein anderes Jahr verschieben kann. Oft sind aber auch fehlende Eigentumsverhältnisse oder Verzögerungen in der Detailplanung die Ursache.