Dachflächen in Linz als grüne Erholungsparks nutzen.

Neue Wege denken: Dachflächen als grüne Erholungsparks nutzen

Besonders das Bauland der Linzer Innenstadt weist, wegen der hohen Baudichte, einen geringen Durchgrünungsgrad auf. Den wesentlichen Anteil zum Erhalt des Grünflächenanteils tragen die vorhandenen begrünten Innenhöfe bei. Einen besseren Durchgrünungsgrad in der Innenstadt erreichen wir durch die konsequente Entkernung der Innenhöfe. Aber auch Oberflächen-Parkplätze werden in diesen Bebauungsplänen untersagt!

Parkanlagen auf den Dächern der Innenstadt schaffen

Ein großes Manko ist aber auch, dass die öffentlich nutzbaren Frei- und Erholungsflächen in der Innenstadt sehr begrenzt sind. Da wird sich in geraumer Zeit auch nichts ändern, wenn wir nicht in neuen Ansätzen denken. Ich denke hier beispielsweise an durchaus ambitionierte Projekte wie die in Bochum geplanten Dachflächenparks. Linz könnte in diesem Bereich von Bochum lernen, denn Bochum hat ähnliche Probleme mit Frei- und Erholungsflächen im innerstädtischen Bereich wie wir. Um den Grün- und Erholungsflächenanteil dort zu verbessern, will die Stadt Bochum Parkanlagen, die über Wegverbindungen zusammenhängen, auf den Dächern der Innenstadt schaffen!

Potential nutzen

Das Stadtzentrum von Linz verfügt zwar über 63.000 m² begrünte Dachflächen. Diese sind aber zum überwiegenden Anteil nur mit einer extensiven Dachbegrünung (10 – 15 cm Substratschicht) ausgestattet und nicht als Erholungsflächen gedacht. Eine Parkanlage würde eine Substratschicht von mindestens 50 – 60 cm (besser wären 100 cm, da könnten auch Bäume gepflanzt werden) benötigen. Ich denke, es wäre sinnvoll, wenn wir zukünftig bei Neu- oder Umbauprojekten auch an die Nutzmöglichkeiten großer Dachflächen als grüne Park- und Erholungsanlagen in der Innenstadt denken. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Dachflächenparks attraktiv sein können, zeigt beispielsweise das Hundertwasserhaus in Darmstadt.