Linz muss sich um seine städtischen Juwelen besser kümmern

Botanischer Garten braucht dringend ein Face-Lifting
Für das Jahr 2019 habe ich mir vorgenommen, Publikumsmagneten wie den botanischen Garten routinemäßig zu besuchen. Dabei werde ich die Ist-Situation erfassen und mögliche Verbesserungspotentiale erheben. Ein Publikumsmagnet wie der botanische Garten braucht durch die Politik wesentlich mehr Aufmerksamkeit als in der Vergangenheit. Bei meinem Besuch vor wenigen Tagen konnte ich einige wesentliche Problemstellen identifizieren. Insbesondere der  Eingangsbereich ist sehr unattraktiv und  in der jetzigen Konfiguration völlig ungeeignet. Auch die Platzverhältnisse in den Glashäusern – insbesondere im Aufzuchtbereich – sind erschreckend. Daraus lässt sich ableiten, dass der botanische Garten in den vergangen Jahren von den politischen Verantwortlichen sträflich vernachlässigt wurde.
Der Eingangsbereich ermöglicht es nicht, den vielen Besuchern ein angemessenes Bild dieses städtischen Juwels zu vermitteln. Noch prekärer ist aber die Situation in den Glas- und Aufzuchthäusern. Der botanische Garten in Linz verfügt über eine einzigartige Kakteensammlung und besitzt seltenste Pflanzenarten, die in ihrer ursprünglichen Umgebung bereits als ausgestorben gelten. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse finden diese Pflanzen oftmals keine brauchbaren Lebensbedingungen vor. Dabei spielen Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Lichtverhältnisse und Platz eine entscheidende Rolle, die das Überleben garantieren.
Die Zustände im botanischen Garten müssen im Gemeinderat politisch diskutiert werden. Wir müssen rasch Verbesserungen erarbeiten, damit wertvolle Natur-Kulturgüter nicht verloren gehen und angemessen präsentiert werden.