Neugestaltung des Südbahnhofmarktes bleibt reine Ankündigungspolitik

Neugestaltung des Südbahnhofmarktes bleibt reine Ankündigungspolitik

Noch Mitte 2019 hatte Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) als Marktreferent angekündigt, dass man kontinuierlich am Erscheinungsbild des Südbahnhofmarktes arbeite. Neben kleineren Ausbesserungen solle im Zuge eines Stufenplans nicht nur die Kanäle saniert, sondern auch die Oberfläche erneuert werden. Zur Auffrischung des Marktes gehöre auch die Einbeziehung des Pferdeeisenbahngebäudes als Markthalle.

Fakt ist jedoch, dass von diesen hochtrabenden Ankündigungen vermutlich wenig überbleiben wird. Tatsächlich liegt ein fixfertiger Plan der Stadtplanung bereits seit September 2019 vor. Er umfasst die Sanierung der Oberflächen und technischen Bereiche sowie die Begrünung, die Möblierung und die Errichtung von WC- und Mülleinhausungsanlagen. Zu einer Umsetzung wird es aber leider nicht kommen.

Leere Versprechungen

Wie nunmehr bekannt wurde, sind im Ressort von Vizebürgermeister Baier für die Jahre 2020 und 2021 nur rund € 900.000,- für die Sanierung des Südbahnhofmarktes eingeplant. Damit kann lediglich die technische Infrastruktur in Stand gesetzt werden. Sämtliche Gestaltungen im Oberflächenbereich sind damit vom Tisch.

„Planen ist das billigste Bauen“

Weshalb zuerst drei Geschäftsbereiche des Magistrats mit einer umfassenden Vor- und Planungsarbeit beschäftigt werden, um dann ohne jede Erklärung sämtliche Pläne zu verwerfen, ist für mich völlig unverständlich. Ähnlich der Ankündigung, 1.000 Bäume neu zu pflanzen, ging es Bernhard Baier offenbar auch hier vorrangig, um die mediale Aufmerksamkeit und nicht um die tatsächliche Umsetzung. Frei nach dem Motto: „Planen ist das billigste Bauen!“

Beitragsbild: Bild Südbahnhofmarkt: Von SenfsaatEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link; Bild Bernhard Baier und Bildkomposition: Büro Hein