Stadt-Seilbahn

Staufrei und schnell durch die Stadt

Seilbahnen haben auch als städtische Nahverkehrsmittel Zukunft. In den bolivianischen Großstädten La Paz und El Alto nutzen täglich durchschnittlich 230.000 Fahrgäste ein aus acht Linien bestehendes Seilbahn-Streckennetz. Die Stadt Linz verfolgt diesen Trend mit großem Interesse und hat daher heuer bei der Wiener BAUCON ZT GmbH eine Machbarkeitsstudie für eine Linzer Stadtseilbahn in Auftrag gegeben. Die Fachleute schlagen den Bau einer 8,4 Kilometer langen Seilbahnverbindung zwischen dem Bahnhof Ebelsberg und der künftigen Hafencity mit einer Verlängerungsoption bis zum Pleschinger See (1,6 Kilometer) vor.

Potential

40.000 bis 45.000 Fahrgäste pro Tag erwartet

Der Streckenverlauf berücksichtigt die Verteilung der Wohnbevölkerung und des Arbeitsplatzangebotes ebenso wie die Anbindung öffentlicher Verkehrsmittel. Mit diesem attraktiven Seilbahnangebot können Pendler und Linzer das Werksgelände der VOEST in nur 9 Minuten vom Bahnhof Ebelsberg aus erreichen. Pro Tag werden 40.000 bis 45.000 Fahrgästen erwartet.  Mit den bis zu 35 Personen fassenden Kabinen der 3-Seil-Bahn (zwei Tragseile, ein Zugseil) ließen sich je Fahrtrichtung pro Stunde 5.500 Passagiere befördern. Im Vergleich würde eine Straßenbahn mit einem dichten fünf Minuten Takt lediglich knapp 3.000 Passagiere transportieren können.

Stützen und Stationen

Sicherheitsabstände erfordern hohe Stützen und Stationen

Die meist 100 Meter hohen Stützen sorgen für einen Mindestabstand von 15 bis 30 Metern zwischen den Gondeln und den Bauwerken unter der Seilbahntrasse. Auch die mit Liften ausgestatteten neun Stationen sind mit Ausnahme der Endpunkte Pleschinger See und Ebelsberg bis zu 100 Meter hoch. Sie wären auch attraktive Standorte von Gastronomiebetrieben. Es ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass die tatsächlichen Höhen nach Maßgabe der örtlichen Lage im Einzelfall noch näher zu betrachten sein werden und auch geringer ausfallen können.

Warum eine Seilbahn in der Stadt...

Viele Vorteile

5.500 Fahrgäste pro Stunde

Steht nie im Stau

Keine Abfahrtszeiten, fährt ständig

Zuverlässig

Schnell und konfliktfrei

Umweltfreundlich – Geräuschlos, keine Abgase, kein Lärm

Kombiniert anderen Verkehrsmitteln (S-Bahn und Straßenbahn)

Kostengünstiger als herkömmliche Transportmitteln (Errichtung und Betrieb)

Überwindet spielend Hindernisse

Kurze Bauzeiten

Was bringt die Seilbahn?

Schneller geht’s nicht – In 9 Minuten mit der Seilbahn staufrei beispielsweise vom Bahnhof Ebelsberg ins Werksgelände der VOEST

Markus Hein
Infrastrukturstadtrat

Ich sehe hier die große Chance, den innerstädtischen Verkehr in Linz mit einer sehr umweltfreundlichen Seilbahn zu entlasten

DI Dr. Hans-Georg Leitner
BAUCON-Geschäftsführer

Das vorgestellte Seilbahnprojekt für Linz wird als erste echte Verkehrslösung mithilfe einer Seilbahn betrachtet und hat entsprechendes Interesse geweckt.

BMVIT
Fachabteilung

Technische Daten im Überblick

Abschnitt 1 (Bhf Ebelsberg – Werksgelände VOEST):

Errichtungskosten 3S-Bahn: 110 Mio. Euro

Errichtungskosten EUB: 69 Mio. Euro

Betriebs- und Wartungskosten: 2,7 (3-Schichtbetrieb)

Bauzeit inkl. Einreichplanung und Genehmigung: 3,5 Jahre

Fahrzeit: 10 Minuten

Abschnitt 2 (Werksgelände VOEST – Hafen City):

Errichtungskosten 3S-Bahn: 129 Euro

Errichtungskosten EUB: 82 Mio. Euro

Betriebs- und Wartungskosten: 2,8 Mio. Euro (3-Schichtbetrieb)

Bauzeit inkl. Einreichplanung und Genehmigung: 3,5 Jahre

Fahrzeit: 14 Minuten

Abschnitt 3 (Hafen City – Pleschinger See):

Errichtungskosten 3S-Bahn: 44 Mio. Euro

Errichtungskosten EUB: 24 Mio. Euro

Betriebs- und Wartungskosten: 1,5 Mio. Euro (3-Schichtbetrieb)

Bauzeit inkl. Einreichplanung und Genehmigung: 2,5 Jahre

Fahrzeit: 4 Minuten

Kapazitäten: Mit der 3S-Bahn können in einer Stunde 5.500 Fahrgäste und mit einer klassischen EUB 4.000 Fahrgäste transportiert werden.

Bau und Inbetriebnahme: Wenn alle Bauabschnitte gleichzeitig umgesetzt werden sollten, kann das gesamte Projekt in ca. 4 Jahren fertiggestellt werden.

Grundeinlösung: Für die benötigten Grundeinlösungen werden die Kosten auf 2 – 3 Mio. Euro geschätzt.

Platzbedarf: Weniger als 11.000 m² werden für die gesamte Strecke benötigt. Jede andere Verkehrslösung versiegelt wesentlich mehr wertvolle Fläche.

Ticket: Kein eigenes Ticketsystem. Muss im OÖVV abgedeckt sein.