Müllentsorgung durch Kreuzfahrtschiffe in Linz

Tourismusdirektor verkennt prekäre Situation der Donauschifffahrt in Linz

Bildschirmfoto von LINZA.at – das echte linzer stadtmagazin; Bildkomposition: Büro Hein

Der zuständige Tourismusdirektor und Passauer Lokalpolitiker Dr. Steiner verkennt mit seiner medial getätigten Kleinrederei die prekäre Situation an den Schiffsanlegestellen beim Lentos.

Naherholungsgebiet darf nicht weiter verpestet werden

Entweder will er sich hier aus der Verantwortung ziehen oder er hat wegen seiner politischen Tätigkeit in Passau keine Zeit, um sich selbst vor Ort zu überzeugen. Wer hier Ausreden sucht, muss sich natürlich auch Kritikern stellen. Ich will nicht länger zusehen, wie unser Naherholungsgebiet – der Donaupark – weiterhin durch Abgase von Bussen und Schiffen verpestet wird!

Hohe Belastung, aber kaum Wertschöpfung

Die Donauschifffahrt verursacht im Bereich der Nibelungenbrücke erhebliche Emissionen. Dies kann auch im Umweltbericht des Landes Oberösterreich nachgelesen werden. So werden allein für den Betrieb der Stromaggregate von den ca. 1400 Schiffen 1,6 Mio. Liter Diesel verbrannt. Diese unglaubliche Menge an Emissionen würden ca. 30.000 VW Golfs verursachen. Für mich ist das ein sehr hoher Preis, den die Linzer für den Donauschifftourismus – der nahezu keine Wertschöpfung in Linz hat – zahlen müssen.

Linz muss mehr Aufmerksamkeit bekommen

Das Wegleugnen der Problematik durch den Tourismusdirektor Steiner und der zuständigen Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) ärgert mich. Beide sollen endlich Prioritäten setzen. Damit dies auch tatsächlich geschieht, werden wir Linzer Freiheitlichen einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat einbringen. Wir Freiheitlichen bestehen darauf, dass Linz in der Donaukreuzfahrt besser berücksichtigt wird.

Kein Ausbau des Donauparks

Zurzeit dient Linz nur als Verteil- und Müllentsorgungsknoten. Aber auch die Emissionsthematik muss gelöst werden. Fakt ist für mich als Infrastrukturreferent aber bereits jetzt, dass ein weiterer Ausbau des Donauparks, damit Busse noch schneller Touristen weg transportieren können,  vom Tisch ist!